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Blick in den eigenen Abgrund:
Maler haben ganz besondere Augen. Sie sind gerufen, das Unsichtbare sichtbar zu machen. Kai Hellbardt aus Berlin darin Meister, wie man derzeit in der Galerie Kunst-Kontor von Friederike Sehmsdorf sehen kann – und das in zwei ganz unterschiedlichen Genres.…die exorbitante Show ist nicht grundlos mit ,, Heiter schwebt sich’s über’m Abgrund betitelt. Ab- oder besser hintergründig geht es bei vielen Arbeiten zu.… man hat Hellbardt’s Innenwelt-Reisen vor sich, all das, was den Augen sonst unsichtbar bleibt. Seine Storys haben weder Anfang noch Ende, ähnlich wie ein Bild von Hieronymus Bosch, doch sie zeigen auf spielerische Weise, wie eines aus dem anderen wächst und entsteht, und das alles im wahrsten Sinn zusammenhängt.
Kulturspiegel
… Alles ist in Bewegung, die Wesen sind miteinander verbunden. ,,Es tummelt sich die Welt“, sagt der Maler. Viele der Bilder erinnern in ihren scheinbar unendlich vielen Details und symbolischen Einzelheiten an Hieronymus Bosch, den rätselhaften Altmeister. Es hängt von der Interpretationsfähigkeit des Betrachters ab, ob und inwieweit die Entschlüsselung dieser Bilderwelt gelingt.
Märkische Allgemeine
… Besonders Kai Hellbardts knallige Figura-Obskura-Welten,die mitunter zeitgemäße Züge Bosch’scher Szenarien tragen, sorgen für reichlich Anregung, sich in die Tiefen der eigenen Phantasie zu begeben. Mischwesen menschlicher und tierischer Art tummeln sich ineinander Übergehend, auseinander erwachsend, monströse Mäuler verschlingen metamorphe Gestalten oder würgen sie geradezu aus sich heraus – so genau lässt sich das nicht ergründen. Doch haben die Ausgeburten der Hellbardt’schen Phantasie bei aller Skurilität auch häufig etwas Liebliches an sich.
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